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DJI Mavic Air 2 - Flugmodi Test


In diesem Test geht es um die neue Drohne von DJI – die Mavic Air 2. Ich habe die Bildqualität getestet und die verschiedenen Flugmodi bzw. QickShots. Was es an weiteren Neuerungen gibt erfahrt Ihr hier.

DJI Mavic Air 2 nur 570g
Die Drohne von DJI - Mavic Air 2 wiegt gerade mal 570g

 

So wie alle Drohnen benötigt auch die Mavic Air 2 eine Versicherung, um sie fliegen zu dürfen. Da sie mehr als 249g wiegt, muss auch eine feuerfeste Plakette an der Drohne befestigt werden, auf der Euer Name, Adresse und eine Telefonnummer steht (Kennzeichnungspflicht). Plaketten für unter 3,00 Euro kann man bei Amazon bestellen. Link: https://amzn.to/37DYH2j

Im Juli 2020 sollte eigentlich die neue Europäische Drohnenverordnung an den Start gehen, aufgrund der Corona-Krise ist der Termin auf 01.01.2021 verschoben wurden. Bis dahin behalten die bestehenden Vorschriften ihre Gültigkeit.

Im letzten Jahr habe ich mir die DJI Mavic Air Mini zugelegt, von der ich auch nach wie vor begeistert bin. (Testbericht DJI Mavic Mini) Warum ich mir die Mavic Air 2 geholt habe, möchte ich Euch jetzt erklären.

12MP können als 48MP ausgelesen werden
Die Mavic Air 2 kann Fotos mit 48 MegaPixel aufnehmen.

 

Als Fotograf geht es mir in erster Linie um die Bildqualität und als ich gelesen habe, dass die Mavic Air Bilder mit 48 Megapixel erstellen und neben JPG auch RAW Fotos aufnehmen kann, war das für mich Grund genug diese Drohne zu testen.

Die Kamera besitzt einen 12-Megapixel 1/2 Zoll-CMOS Sensor mit einer festen Blende von F/2.8. Die Mavic Mini hat zwar auch effektiv 12-Megapixel, besitzt aber nur einen 1/2,3 Zoll-CMOS-Sensor. Jeder der sich mit Fotografie beschäftigt weiß, dass größerer Sensoren, bessere Bilder liefern, da die Elektronik der Kamera größere elektrische Signale erhält.

Leider sind die 48-Megapixel eine Mogelpackung, da sie durch Interpolation erzeugt werden. D.h. das Foto wird Softwareseitig vergrößert und kommt daher auf die Auflösung von 8000x6000 Pixeln. Somit bin auch ich ein wenig auf den Marketingtrick von DJI reingefallen.

Gute Flugeigenschaften Mavic Air 2
Gute Flugeigenschaft und tolle Fotos?

 

Die Mavic Air 2 kostet momentan 849,00 Euro und ist damit mehr als doppelt so teuer wie die Mavic Mini. Lohnt sich dennoch der Umstieg, bzw. der Kauf und bekommt man mehr für sein Geld geboten?

DJI Mavic Air 2  Fly More Combo
DJI Fly More Combo für Mavic Mini

 

Ich habe mir für 1049,00 Euro die Mavic Air 2 im Fly More Combo bestellt, dass macht Sinn, weil man für 200,00 Euro mehr nicht nur 2 weitere Akkus erhält, sondern noch viele weitere Extras.

Trotz der Ernüchterung mit den 48 Megapixeln gibt es einige großartige Highlights. Sehr gut gefällt mir das neue Konzept der Fernsteuerung. Das Handy wird nun oben auf der Fernbedienung festgeklemmt. Das passende Kabel liegt gut geschützt unter der Klemmvorrichtung. Auch die Ergonomie der Fernsteuerung ist sehr gut.

Fernbedienung Mavic Air 2
Neues Fernbedienungskonzept mit Handy oben

 

Die im Fly More Paket enthaltene Tasche finde ich persönlich nicht so praktisch wie das Case der Mavic Mini. Das ist allerdings Geschmackssache. Alles Zubehör, die Mavic Air 2 sowie die Fernbedienung finden genügend Platz und sind ausreichend geschützt.

Tragetasche für Air 2 und Zubehör
Alles verstaut in einer Tasche

 

Die neuen Akkus werden mit einer Flugzeit von 34 Minuten angegeben. Da man immer eine gewisse Restladung benötigt, um die Drohne wieder heil auf den Boden zu bringen, kommt man ca. auf eine knappe halbe Stunde Flugspaß.

2 weitere Akkus im Fly More Paket
Zusatzakkus Mavic Air 2

 

Das einklemmen des Handys geht nun viel leichter und auch das gefummel mit dem Kabel hat sich durch das Neudesign der Fernsteuerung erledigt. Das ist absolut TOP und macht richtig viel Fun.

Fernsteuerung Mavic Air 2
Das Handy lässt sich jetzt viel leichter an der FB anbringen.

 

Die Steuerknüppel lassen sich abschrauben und unter der Fernbedienung für den Transport sicher verstauen.

Steuerknüppel abschraubbar
Steuerknüppel für den Transport unter der Fernbedienung verstaut

 

Die Mavic Air 2 wird ebenfalls über die DJI FLY App gesteuert. Für Anfänger ist diese App sehr übersichtlich aufgebaut und auch die verschiedenen Einstellungen lassen sich mit einem Tipp aufs Display aufrufen.

Mit an Bord sind wieder viele verschiedene Quickshots: Dronie, Rocket, Circle, Helix, Boomerang, und Astroid.

Dronie – die Drohne fliegt rückwärts, steigt und entfernt sich dabei
Rocket – die Drohne steigt in die Höhe über einem Punkt
Circle – umkreist ein Objekt im gleichen Abstand
Helix – umkreist ein Objekt und steigt dabei auf
Boomerang – Umkreist einen Punk als Ellipse
Astroid - die Drohne fliegt rückwärts, steigt und entfernt sich und macht ein Panorama

Vor dem Start des QuickShots, kann man sich auf der App ein Beispielvideo ansehen und muss eine Person, Objekt tracken (markieren mit grünem Viereck).

Die entstanden Videos lassen sich direkt in der DJI Fly App bearbeiten und schneiden, sowie für vorgefertigte Storys benutzen. Die Storys kenn man schon von der DJI Osmo Pocket und DJI Osmo Action.

HDR 5 Belichtungen
Klick aufs Bild öffnet die Originaldatei - HDR 5 Belichtungen

 

Bildqualität: Trotz RAW Dateien und interpolierten 48-Megapixeln ist die Qualität der Fotos nicht viel besser als bei der Mavic Mini. Der einzige Unterschied ist, dass die Air 2 RAW Dateien speichert und einen etwas größeren Bildsensor hat. Die Fotos kommen aber trotzdem nicht an die gute Auflösung der DJI Mavic Pro 2 ran.

Ehrlich gesagt hatte ich mir ein bisschen mehr von der Qualität der Fotos erhofft.

Panoramen: Was mich positiv überrascht hat, ist die Qualität der Panoramen. Mit der Mavic Air 2 lassen sich 180° oder auch 360° Panoramen erstellen. Letztere sind besonders interessant für mich, da diese bei virtuellen Rundgängen verwendet werden können.

360° Panorama

 

Die FLY-App erstellt alles automatisch und auch das Stitching (Zusammensetzen der einzelnen Fotos) kann sich sehen lassen. Schade ist nur, dass andere Apps wie Litchi oder DronePan nicht mit der Air 2 funktionieren. Durch externe Apps hätte man die Möglichkeit auf die Anzahl der Bilder eines Panoramas Einfluss zu nehmen.

Das Erstellen von Panoramen macht Spaß und diese sind von der Qualität her definitiv verwendbar. Fotos im Allgemeinen könnten besser sein.

Die Stärke der Mavic Air 2 ist das Filmen 4K bei 60fps. Auch die Zeitlupenaufnahmen bei 120fps machen einen guten Eindruck. Activ Track 3.0 ist hervorragend und in Verbindung mit den Kollisionssensoren ist das Fliegen mit der Air 2 sehr sicher.

Als Fazit kann man sagen, dass die Drohne wirklich Spaß macht und viel Technik für das Geld bietet. Wenn man auf ein paar Features verzichten kann, ist man mit der Mavic Mini sicher auch nicht schlecht beraten.

Vor- und Nachteile auf einen Blick

DJI Mavic Air 2

 

Transporttasche Drohne
Praktische Transportasche für die Drohne in der Fly More Combo enthalten

 

Für den perfekten Spaß empfehle ich jedem die Fly More Combo zu kaufen. Neben den weiteren Akkus mit Ladestadion ist die Tasche sehr praktisch, um alles gut zu verstauen. Die Probeller sind hörbar leiser als bei den anderen Modellen.

Mavic Air 2 mit Licht am Boden
Hilfreich - zuschaltbares Licht am Boden der Drohne

 

Sehr nützlich ist die eingebaute Lampe am Boden der Drohne, die sich bei Bedarf einschalten lässt. Gerade an sonnigen Tagen, kann man die Drohne schon mal aus den Augen verlieren. Das helle Licht am Boden ist sehr hilfreich die Drohne wieder schnell im Blick zu haben. Drohnen in der Dunkelheit zu fliegen ist trotz der Beleuchtung verboten!

 

 


Kommentare (2)

sehr interessanter Blog. Vielen Dank für den Austausch nützlicher Informationen. es hat mir sehr gefallen. Viel Glück!
#1 - James Milner - 27.07.2020 - 11:37
RAW Files
Toller Bericht, hat mir sehr gut gefallen. Um die Bildqualität zu beurteilen währe es sehr schön ein paar RAW´s verlinkt zu haben.

Gruß Holger
#2 - Holger - 20.08.2020 - 20:14
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